1/60 • f/1.8 • 4.2 mm • ISO 200 •
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iPhone 11 back dual wide camera 4.25mm f/1.8
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Lat, Lng: -19.040302, 16.470640
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Address: Omuthiyagwiipundi, Oshikoto
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HWW mit diesem sehr alten Mäuerchen...


Eine happy wall vor allem für den Geologen. Die Steine dieser Mauer am Moringa Wasserloch Etoscha sind etwa 750 Millonen Jahre alt. Wir sehen einen versteinerten Kalkschlamm als helle Schicht und als dunkle Schicht die organischen Reste von Kalk abscheidenden Blaualgen- und Cyanobakterienmatten, die ein flaches Meer besiedelten.
Sie waren die ersten Organismen, welche die damalige Erde mit Sauerstoff versorgten, indem sie das zu dieser Zeit in großer Menge in der Atmoshäre vorhandene CO2 aus dem Wasser aufnahmen und den Sauerstoff durch ihren Stoffwechsel abschieden und in das Wasser und die Atmosphäre abgaben. Der überschüssige Kohlenstoff wurde in Form von dunklem, organischem Kalk (CaCO3) ausgeschieden, während die hellen Schichten durch Wellen zermahlene Kalke sind, die sich zwischen den Stromatolithen genannten dunklen Algenkalken ablagerten.
Am gleichen Ort und dem selben Hügel, jedoch einige Hunderttausend bis Millionen Jahre früher oder später entstanden, sehen wir im PiP ebenfalls einen Kalkstein, jedoch ohne diese deutlichen dunklen Schichten. Dunkle Schichten sind in diesem Gestein nur als haarfeine Linien erkennbar. Dafür sehen wir dunkle Gerölle, die bei näherem Hinsehen etwas in den damaligen Kalkschlamm eingesunken sind und dabei die haarfeinen Linien nach unten verbogen haben.
Aber wo kommen diese Gerölle in einem flachen Meer mit Kalkschlamm als Bodensatz her? Es sind sogenannte Dropstones, die aus auf dem Meer treibenden Eisbergen bzw. Eisschollen beim Abtauen aus diesen herausgefallen und auf den schlammigen Grund gesunken sind. Die Eisschollen stammten von ins Meer kalbenden Gletschern einer Eiszeit, der Kaigas Eiszeit. Diese wird auf dem Zeitstrahl von etwa 780 bis 735 Millionen Jahren verortet. Der wahre Zeitpunkt und die Dauer sind schwer festzulegen. Diese Eiszeit und die damit einhergehende Kälte erklären auch das Fehlen der dunklen Schichten der Stromatolithen im PiP. Den Algen und Bakterien war es einfach zu kalt um ordentlich zu wachsen.
Man sieht auch, dass die kleinen flachen Steine weniger tief eingesunken sind als die großen oder runden Steine. Auch über den Steinen machen die Schichten eine Biegung. Das liegt daran, dass der Kalkschlamm im Laufe der Zeit kompaktiert wurde, der eingeschlossene Stein aber nicht mitkompaktiert wurde, da er ja schon in fester, kompakter Form vorlag.
PS: Stromatolithen kommen meist in in Riffform bzw. als Kalkbuckel vor, es gab aber auch diese flache Wuchsform.
Ich hoffe ich habe Euch mit meinen ausufernden geologischen Ausführungen nicht gelangweilt, aber ich war so begeistert diese Zeugnisse einer sehr fernen Zeit gefunden zu haben, dass ich es mit Euch teilen musste ;)) Habt eine schöne Restwoche!
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Sie waren die ersten Organismen, welche die damalige Erde mit Sauerstoff versorgten, indem sie das zu dieser Zeit in großer Menge in der Atmoshäre vorhandene CO2 aus dem Wasser aufnahmen und den Sauerstoff durch ihren Stoffwechsel abschieden und in das Wasser und die Atmosphäre abgaben. Der überschüssige Kohlenstoff wurde in Form von dunklem, organischem Kalk (CaCO3) ausgeschieden, während die hellen Schichten durch Wellen zermahlene Kalke sind, die sich zwischen den Stromatolithen genannten dunklen Algenkalken ablagerten.
Am gleichen Ort und dem selben Hügel, jedoch einige Hunderttausend bis Millionen Jahre früher oder später entstanden, sehen wir im PiP ebenfalls einen Kalkstein, jedoch ohne diese deutlichen dunklen Schichten. Dunkle Schichten sind in diesem Gestein nur als haarfeine Linien erkennbar. Dafür sehen wir dunkle Gerölle, die bei näherem Hinsehen etwas in den damaligen Kalkschlamm eingesunken sind und dabei die haarfeinen Linien nach unten verbogen haben.
Aber wo kommen diese Gerölle in einem flachen Meer mit Kalkschlamm als Bodensatz her? Es sind sogenannte Dropstones, die aus auf dem Meer treibenden Eisbergen bzw. Eisschollen beim Abtauen aus diesen herausgefallen und auf den schlammigen Grund gesunken sind. Die Eisschollen stammten von ins Meer kalbenden Gletschern einer Eiszeit, der Kaigas Eiszeit. Diese wird auf dem Zeitstrahl von etwa 780 bis 735 Millionen Jahren verortet. Der wahre Zeitpunkt und die Dauer sind schwer festzulegen. Diese Eiszeit und die damit einhergehende Kälte erklären auch das Fehlen der dunklen Schichten der Stromatolithen im PiP. Den Algen und Bakterien war es einfach zu kalt um ordentlich zu wachsen.
Man sieht auch, dass die kleinen flachen Steine weniger tief eingesunken sind als die großen oder runden Steine. Auch über den Steinen machen die Schichten eine Biegung. Das liegt daran, dass der Kalkschlamm im Laufe der Zeit kompaktiert wurde, der eingeschlossene Stein aber nicht mitkompaktiert wurde, da er ja schon in fester, kompakter Form vorlag.
PS: Stromatolithen kommen meist in in Riffform bzw. als Kalkbuckel vor, es gab aber auch diese flache Wuchsform.
Ich hoffe ich habe Euch mit meinen ausufernden geologischen Ausführungen nicht gelangweilt, aber ich war so begeistert diese Zeugnisse einer sehr fernen Zeit gefunden zu haben, dass ich es mit Euch teilen musste ;)) Habt eine schöne Restwoche!
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hWW Dir....und so ein altes Mäuerchen hat man hier nicht alle Tage nä :)
HWW ! Karsten and thank you a fascinating interlude.
HWW Karsten
Admired in: www.ipernity.com/group/tolerance
HWW
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