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Truck Tracks

Saturday January 19, 2008 at 08:00PM

Früher war es so einfach, wie es gängig war, sich von Lastwagenfahrern mitnehmen zu lassen. Aber auch da hat es in den letzten Jahren Veränderungen gegeben.

Wie mir ein Fernfahrer bei einer Gelegenheit erzählte, gibt es zumindest heutzutage vielerorts standardisierte Arbeitsverträge für LKW-Fahrer, die eine Klausel enthalten, wonach es ihnen verboten ist, andere Personen, als firmeneigene Mitarbeiter mitzunehmen; Auch aus versicherungstechnischen Gründen. Entweder sind solche Verträge erst vergleichsweise jüngeren Datums - oder die Fahrer haben sich früher weniger daran gebunden gefühlt...

Darüberhinaus kann man es sich getrost ersparen, Fahrer von Gefahrengut-Transportern oder Post-Gütern fragen zu wollen; Soweit ich weiß, können spätestens die mit einer Kündigung rechnen, wenn sie bei einem Verstoß gegen dieses Verbot erwischt werden. Ich schätze aber auch, dass es eine grundlegend stärkere Arbeitsplatzunsicherheit und Veränderungen im Geschäftsgebaren der Speditionen gibt, so dass viele Fahrer in Puncto Anhalter "abweisender" geworden sind.

Ein weiterer Punkt ist zumindest indirekt, dass der Fernverkehr auf deutschen Straßen insgesamt deutlich mehr geworden ist, in den letzten Jahren; Wobei auch der verhältnismäßige Anteil der Gütertransporte aus - oder in - osteuropäische Staaten, Rumänien, Russland o.ä. deutlich zugenommen hat; Nicht wirklich zur Freude deutscher Fernfahrer. Denn erstens scheinen die Fahrer aus den östlichen Staaten überwiegend Weisung zu haben, ihren Arbeitstag bereits am Spätnachmittag zu beenden - wodurch sich zweitens das Problem ergibt, dass abends - oder spätestens nachts - die Parkplätze und Rasthöfe von LKWs überquellen - sich teilweise sogar bis auf den Verzögerungsstreifen zurückstauen.

Daher ist es den LKW-Fahrern mitterweile - da sie ja an feste Arbeits- und Ruhezeiten gebunden sind (die via Fahrtenschreiber aufgezeichnet werden) - sogar gestattet, mit angeschalteter Warnblinkanlage auf dem Seitenstreifen einer Autobahn zu übernachten, wenn kein Parkplatz zu finden ist. Stelle ich mir als Schlafstätte auch nur suboptimal vor...

Soweit es mich als Anhalter betrifft - ergibt sich da eher ein sprachliches Problem, da so ziemlich jeder Fahrer einer entsprechenden Herkunft, mit dem ich bis jetzt zu tun hatte, kaum mal ein Wort Deutsch oder auch Englisch sprach - wobei natürlich auch da entsprechende Anweisungen seitens des Arbeitgebers eine Rolle spielen mögen. Bisher jedenfalls war es ein einziger Fahrer - ein Russe, glaub ich - der mir anbot, mich mitzunehmen.


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